Ein Hypothekenmakler im Beratungsgespräch

Was macht ein Hypothekenmakler?

Wer ein Darlehen aufnehmen möchte, wendet sich in der Regel zuerst an die Hausbank. Doch auch die Zusammenarbeit mit einem Hypothekenmakler kann sich lohnen und Vorteile für den Darlehensnehmer bieten. Im Folgenden erfahren Sie, was einen Hypothekenmakler kennzeichnet und welche Unterschiede hinsichtlich der Leistung im Vergleich zu einer Bankenfinanzierung bestehen.

Was bietet ein Hypothekenmakler?

Ein Hypothekenmakler vermittelt Immobilienfinanzierungen. Er stellt den Kontakt zwischen Darlehensnehmern und Darlehensgebern her und unterstützt den Kreditnehmer als unabhängiger Berater bei der Aufnahme der Finanzierung. Dabei ist er nicht an eine Bank gebunden, sondern arbeitet mit verschiedenen Kreditinstituten zusammen. Für seine Tätigkeit erhält er bei erfolgreichem Vertragsabschluss eine Provision vom Darlehensgeber.

Der Hypothekenmakler wird häufig auch als Baufinanzierungsvermittler, Baufinanzierungsberater oder Immobiliendarlehensvermittler bezeichnet.

Was ist der Unterschied zur Zusammenarbeit mit einer Bank?

Entscheiden Sie sich für die Beauftragung eines Hypothekenmaklers, hat der Experte Zugriff auf die Konditionen verschiedener Banken. Er kann die besten Angebote für Ihr Vorhaben heraussuchen und den passenden Vertrag für Sie vermitteln.

Beauftragen Sie eine Bank, kann diese nur eigene Produkte anbieten, unter Umständen passt der Kreditvertrag nicht in allen Punkten zu Ihren Anforderungen.

Welche Vor- und Nachteile hat die Zusammenarbeit mit einem Hypothekenmakler?

Die Zusammenarbeit mit dem Baufinanzierungsvermittler bietet für den Kreditnehmer verschiedene Vorteile:

Der Hypothekenmakler kümmert sich um die Aufbereitung Ihrer Antragsunterlagen und übernimmt die Kommunikation mit den Banken.
Der Profi arbeitet mit verschiedenen Banken zusammen und findet so das günstigste Angebot.
Der Makler bietet in der Regel eine objektive Beratung und versucht nicht gezielt, eigene Produkte zu verkaufen.
Sie profitieren von einer unabhängigen Vertragsauswahl.
Ein direkter Vergleich unterschiedlicher Angebote ist möglich.
Der Hypothekenmakler zeigt verschiedene Alternativen für die bestmögliche Finanzierungsvariante auf.
Die Arbeit des Profis ist für Darlehensnehmer kostenlos.
Sie haben einen persönlichen Ansprechpartner.

Diese Nachteile können bei der Zusammenarbeit mit einem Hypothekenmakler entstehen:

Der Hypothekenmakler könnte wegen unterschiedlicher Provisionsvereinbarungen mit Banken nicht transparent beraten und zu einem bestimmten Abschluss drängen, bei dem eine hohe Provision winkt.
Banken rechnen die Provision für den Vermittler unter Umständen in die Konditionen ein, sodass die Finanzierung für Sie teurer wird.
Der Hypothekenmakler arbeitet nur mit bestimmten Banken zusammen, sodass Sie nicht von allen in Betracht kommenden Kreditinstituten Angebote erhalten.
Kontaktieren Sie Ihre Hausbank direkt, profitieren Sie unter Umständen von günstigeren Konditionsangeboten.

Baufinanzierung über einen Hypothekenmakler oder über die Hausbank – was ist besser?

Für welche Finanzierungsoption Sie sich entscheiden, hängt von Ihren Anforderungen ab. Wenn Sie sich bei Ihrer Hausbank sehr gut aufgehoben fühlen und dort mit einem vertrauten Berater zusammenarbeiten, sollte das Ihre erste Anlaufstelle sein.

Oftmals profitieren Sie bei der Wahl eines Hypothekenmaklers jedoch von günstigeren Konditionen und einem vielfältigen Angebot. In der Ausgabe 10/2012 hat die Stiftung Warentest das Angebot von Banken und Hypothekenvermittlern verglichen. Laut den Profis kommen die besten Finanzierungsangebote von Baufinanzierungsvermittlern. Nach Angaben der Warentester gewähren Banken bei Anfragen von Vermittlern häufig bessere Zinskonditionen.

Oftmals lohnt sich die Zusammenarbeit mit einem Hypothekenmakler, wenn Sie spezielle Anforderungen an die Finanzierung haben. Auch wenn Sie unter Umständen Probleme wegen einer Kreditaufnahme haben könnten, etwa weil Sie nur einen geringen Anteil an Eigenkapital einbringen oder als Freiberufler oder Selbstständiger tätig sind und die Bank hohe Maßstäbe bei der Bonitätsprüfung anlegt, kann die Unterstützung des Maklers sinnvoll sein. Hilfreich ist der Fachmann auch bei der optimalen Vorbereitung der Unterlagen, die später bei der finanzierenden Bank einzureichen sind.

Bedenken Sie, dass bei der Wahl der passenden Finanzierung nicht nur die Konditionen eine Rolle spielen. Auch die Beratung und der Service sollten stimmen. Schauen Sie sich am besten die einzelnen Möglichkeiten an, bevor Sie sich entscheiden. Legen Sie dazu die Eckdaten Ihrer Finanzierung fest und holen Sie sich Angebote von Vermittlern und Ihrer Hausbank ein.

Immobiliendarlehensvermittler müssen nach den Vorgaben des Paragrafen 34i der Gewerbeordnung und der Wohnimmobilienkreditrichtlinie unter anderem einen Sachkundenachweis erbringen sowie geordnete Vermögensverhältnisse und einen geeigneten Versicherungsschutz nachweisen.

Fazit: Hypothekenmakler als Alternative zur Hausbank

Wenn Sie eine Baufinanzierung planen, stellt ein unabhängiger Hypothekenmakler eine ausgezeichnete Alternative zum Kreditinstitut dar. Es lohnt sich, den Fachmann einzuschalten, der mit verschiedenen Anbietern zusammenarbeitet und so das passende Angebot für Ihr Vorhaben findet. Der Vermittler unterstützt Sie bei der konkreten Finanzierungsplanung und gibt hilfreiche Tipps.

Vorsichtig sollten Sie bei Angeboten sein, die einen schufafreien Kredit versprechen, den es bei seriösen Anbietern in dieser Form nicht gibt. Es treiben sich viele schwarze Schafe herum, bei denen Sie am Ende auf erheblichen Kosten sitzen bleiben. Da Immobilienkreditvermittler jedoch inzwischen verschiedenste Voraussetzungen für die Ausführung ihrer Tätigkeit erfüllen müssen, sind diese dubiosen Anbieter vor allem bei Ratenkrediten anzutreffen.

Bildnachweis: Drazen Zigic / Shutterstock.com

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